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Unser Restaurant

Geschichte zum >>Pavillon<<

Am 20. September 1926 beschlossen die Stadtverordneten, den Bau des geplanten Wirtschaftsgebäudes auszuschreiben. Bereits drei Wochen später lag vom |ngenieur Walter Goebel ein Entwurf vor, der dann auch zur Ausführung gelangte. Es dauerte aber bis zum 6. März 1927, bis der Stadtrat Neugersdorf die Zeichnungen mit den statischen Berechnungen dem Gemeinderat Eibau übergab. Trotzdem erfolgte die Fertigstellung des Objektes im ersten Halbjahr 1927. Das inmitten der neuen Badanlage gelegene Wirtschaftsgebäude ist als großer achteckiger Pavillon gestaltet, dessen Durchmesser über 16 Meter misst und der in seiner Spitze etwa zehn Meter hoch ist. lm Erdgeschoss sind ein Gastraum, ein Büfett, die Küche, Toiletten und Nebengelasse untergebracht. lm ersten Stock, der durch zwei Außentreppen und eine lnnentreppe zugängig ist, befinden sich ein Saal, Garderoben und ein Vereinszimmer. Der darüber liegende Zweite Stock verfügt gleichfalls über einen Gastraum sowie über einen Terrassenring rund um den Kopf des Pavillons. Die Amtshauptmannschaft Löbau erteilte die Baugenehmigung nur unter Beibringung diverser, zum Teil heute skurril anmutender, Bedingungen, z.B.:  Die Unfallverhütungsvorschriften der Sächsischen Bauberufsgenossenschaft sind zu befolgen. - Die Entlüftung der Abortanlage muss einwandfrei erfolgen.  Da aus der statischen Berechnung nicht hervorgeht, welche Tragfähigkeit die als Unterstützung eingerammten Pfähle besitzen, ist die Stückzahl und Rammtiefe so zu wählen, dass der Auflagerdruck von 13.900 kg unter allen Umständen mit Sicherheit aufgenommen werden kann.

Am 23./24. Juli 1927 erfolgte die feierliche Einweihung des Bades und des dazugehörigen Wirschaftsgebäudes, was seitdem ››Pavillon« genannt wird. Der Begriff ››Pavillon« stammt übrigens vom lateinischen Wort papillio ab, was so viel wie »Das Lustzelt« bedeutet. Damit bezeichnet man freistehende, leichte Bauwerke in einer Garten- oder Parkanlage mit einem meist als Kuppel ausgebildeten Dach. Nach jahrzehntelanger Nutzung als »Gaststätte Pavillon« veranlassten 1991 bauliche Mängel eine umfangreiche Sanierung des ››Pavillons<< im Auftrag der Stadt Neugersdorf. Es wurde eine Schmutzwasserentsorgungsleitung gebaut, eine Gasheizungsanlage installiert, das Dach erneuen und zur Wärmedämmung u.a. neue Fenster eingebaut und zum Schluss die Außenfassade neugestaltet. Auch die Elektroinstallationen, die Sanitäranlagen und der Küchenbereich wurden saniert. 1997 mussten die Besucher die unbequeme Trennung des Badgeländes von der Gaststätte hinnehmen. Nächtliche Vorkommnisse und Fragen zur Sicherheit im Bad hatten dazu den Anlass gegeben. Der letzte Gastwirt, Volker Jaensch, schloss Ende 2009. Danach stand das Gebäude bis zur aktuellen Wiedereröffnung Ostern 2013 leer. 

(Quelle: ››Neugersdorf- Beiträge zur Heimatgeschichte« Heft 20 / 2004)